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Konstanz: Open Data

Daten werden gerne als Rohstoff der Zukunft bezeichnet. Doch die Digitalisierung ist längst da und verändert nicht nur die Wissenschaft und Wirtschaft, sondern die gesamte Gesellschaft. Daten zu nutzen bietet unzählige Chancen wie optimierte Prozesse oder neue Geschäftsmodelle in Unternehmen. Oder aber eine Erhöhung der Lebensqualität von Menschen. Dafür benötigt man allerdings relevante Daten. Viele davon schlummern in Ämtern und Behörden, so auch in den öffentlichen Institutionen um den Bodensee.

 

Im Rahmen von städtischen Open Data Bemühungen wird die sinnvolle Nutzung solcher bisher nicht frei zugänglichen öffentlichen Verwaltungsdaten angestrebt. Open Data ist damit Teil einer nachhaltigen demokratischen Entwicklung, einer Öffnung von Politik und Verwaltung. Das nennt sich Open Government, was nichts anderes ist als ein kultureller Wandel in der öffentlichen Verwaltung, der zu mehr Transparenz, Partizipation der Bürger und einer intensiveren Zusammenarbeit führen soll.

Inhalt und Ziele

Die Stadt Konstanz strebt im Rahmen des Interreg-Projektes eine interkommunale Kooperation um den Bodensee zum Themenbereich Open Data an. Ziel der informellen Zusammenarbeit ist die gemeinsame Weiterentwicklung des kommunalen Datenmanagements mit einem inhaltlichen Schwerpunkt zu Open Data. Fragestellungen und Herausforderungen bei der Weiterentwicklung von Open Data können interkommunal gebündelt und zu realisierbaren Lösungen geführt werden. Best Practices können direkt ausgetauscht werden, Schulungsangebote gemeinsam konzipiert und durchgeführt werden. Außerdem können durch eine solche Kooperation wichtige Standards zu Datenveröffentlichungen geschaffen werden. Die Zusammenarbeit im Bodenseeraum von Kommunen mit anderen Kommunen im Themenbereich Open Data erfolgte bisher noch nicht. Die Weiterentwicklung des Urbanen Datenraums Bodensee wird wissenschaftlich begleitet vom The Open Government Institut (TOGI) der Zeppelin Universität Friedrichshafen. 

 

Damit die Daten überhaupt bereitgestellt werden können, bedarf es nicht nur einer Plattform, sondern eines optimierten Datenmanagements innerhalb der Verwaltung. Dafür wurde in der Stadt Konstanz im November 2018 die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Offene Daten Konstanz“ ins Leben gerufen, die in den letzten Monaten die neue Open Data Plattform der Stadt Konstanz konzipiert hat (https://offenedaten-konstanz.de/). 

Spannend wird es sein, diese kommunale Open Data Plattform mit regionalen Daten im Bodenseeraum zu verknüpfen. Es werden die Grundsteine gelegt für den Urbanen Datenraum Bodensee.

Kontakt

Eberhard Baier

Referat Oberbürgermeister

Stadt Konstanz
+49 7531 900 280

Kanzleistraße 15

78462 Konstanz

Deutschland

Kontakt

 

Prof. Dr. Jörn von Lucke
Lehrstuhl für Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik
Zeppelin Universität
+49 7541 6009 1471

Am Seemooser Horn 20
88045 Friedrichshafen
Deutschland